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Eichis Weblog
come in and open your mind ;)

brothers printer toner cartridge hack lvl1 and lvl2

We have a Brothers printer HL-5350 DN at our housing project. Its a really greate device, I have to say at first.
But it has one bad habit: the toner cartridge is reported as empty more hurried then it's necessary. Knowing this, I researched a little at the internet one year ago. I found a nice hacky workaround, that let me able to print the toner cartridge till it is really empty.
The hack, let me call it level 1 hack, works like this:

Level 1:
Open the printer and take out the toner with drum, then take the toner out of the drum too. There you can see a round hole. Just use some black sticky tape or some other colour and paint it black to cover the "window". That's all. Now your printer see a full toner and prints perfect results like it did the last print before stopping its work.

After this hack, we printed maybe 1000 pages more (really one thousend) then the printing results getting unusable.

I went to a refill service and got back a full loaded toner cartridge (you can see the - maybe - hot glue closed aperture on the picture).

We use the refilled toner with satisfaction.
But on page 7xxxx the printer led said, that the toner cartridge will be empty soon. I just did level 1 hack again (was removed at this time) but it doesn't help.

Then researched again and found a very nice, but very long thread about this printer toners.

After reading a while, I knew what to do: its time for a level 2 hack :)

Level 2:
Take out the toner like in level 1. Remove the screws on the side of the gears. Remove the black cover and search the gear with a clip, it is called "flag gear". It engages after a fix turns of the toner rolle. Remove the gear and put the clip to the default position. Put the gear back on the clip. Be carefull and turn the gear to the position, you can see on the picture below.

Thats it. Now you can print as long as toner powder exists. In my case, as long as the results of printing are usable ;)
After this among time of dirty hacks, maybe we will buy a new one after the next refill.

Feel free to reproduce this instruction.

But I dont warrent, it the printer demages, steel your wife or kills the naughtborhoods cat. Allways be carefull with dirty hacks...

"Ja" zum Lissabon-Vertrag bedeutet "Ja" zum Krieg

Ich habe in der letzten Zeit genug davon hören müssen, dass Irland aus der EU ausgeschlossen werden soll, wenn die Bevölkerung "gegen die EU sind". "Alles kürzen", "Verräter" und was mir nicht alles zu Ohren und Augen gekommen ist.

Nach solchen Aussagen muss ich mir immer an den Kopf greifen und mich fragen, ob jene Menschen überhaupt wissen, worum es dort eigentlich geht. Gegen den Lissabon-Vertrag zu stimmen, bedeutet nicht, gegen die EU zu sein, sondern gegen eine Weichenstellung, die den Markt weiter deregulieren, die Entscheidungen entdemokratisiert und das Militär weiter ausbauen und schneller Handlungsfähig machen soll.

Hierzu möchte einen längeren Ausschnitt aus einem Text der "Informationsstelle Militarisierung" zitieren, der dies kurz erläutert:

Verfasste Militarisierung

Der irische Regierungschef Brian Cowen erklärte nach dem Referendum „Heute ist ein guter Tag für Irland und ein guter Tag für Europa.“ Ganz Europa kann er damit nicht gemeint haben, denn besonders für die ärmeren Teile der Bevölkerung ist bei einer, durch den Lissabon-Vertrag gestärkten neoliberalen EU-Wirtschaftspolitik, mit einer weiteren Verschlechterung ihrer rechtlichen und ökonomischen Situation zu rechnen. Besonders freuen über den Ausgang des Referendums dürften sich jedoch die europäischen Militärs und Rüstungslobbyisten. Der Lissabon-Vertrag macht die EU endgültig zu einem Militärblock. Dazu trägt nicht zuletzt die Solidaritätsklausel (Titel VII, Art. 222) bei, die festlegt, dass die Union im Kriegs- und Krisenfall „alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel (mobilisiert), einschließlich der ihr von den Mitgliedstaaten bereitgestellten militärischen Mittel“. Durch die Einführung eines europäischen Außenministers (Hoher Repräsentant) mit einem eigenen diplomatischen Corps wird die EU wahrscheinlich wirklich handlungsfähiger in der Außenpolitik, da sie aber gleichzeitig nicht demokratischer wird (das Parlament wird nur „informiert“), ist damit zu rechnen, dass es vor allem darum geht, schneller Kriege beginnen und durchführen zu können.

Dazu wird auch der neu eingerichtete Anschubfonds (Art. 41,3) beitragen, eine Art „schwarzer Kriegskasse“, in die die Mitglieder einzahlen, um jederzeit mit einer militärischen Mission beginnen zu können. Darüber hinaus soll sich die militärische Außenpolitik aber künftig auch aus dem allgemeinen EU-Haushalt bedienen können, indem Regelungen erlassen werden, die „den schnellen Zugriff auf die Haushaltsmittel der Union zu gewährleisten“. Das war unter den bisher gültigen Nizza-Gesetzen nicht möglich. Profitieren wird von diesem Zugriff auf EU-Finanzen auch die Rüstungsagentur, die nun Verfassungsrang erhält und nicht nur die EU-Aufrüstung koordiniert, sondern auch die EU-Rüstungsproduktion und Rüstungsforschung stärken soll. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit ein militärisches Kerneuropa im Rahmen der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ (SSZ) zu etablierten. Mitgliedstaaten, die im Militärbereich besonders hohe Zielvorgaben für Rüstungsausgaben und die Bereitstellung von Truppen erfüllen, können sich zur SSZ zusammenschließen. Im Gegensatz zu anderen Bereichen der Außenpolitik wird hier nicht einstimmig, sondern mit qualifizierter Mehrheit entschieden. So wird strukturell die Wahrscheinlichkeit für EU-Kriegseinsätze noch höher als sie es bereits ist, verstärkt wird dies dadurch, dass der Lissabon-Vertrag auch den Katalog der Militäreinsätze, die in Frage kommen, noch deutlich über die so genannten Petersbergaufgaben hinaus erweitert hat (Art. 43,1). Das „Ja“ im irischen Referendum war somit sicher kein schöner Tag für die Idee eines friedlichen Europa.

Meine Gedanken und Rezensionen zu den Parteien der Bundestagswahl 2009

Kurz vor der Bundestagswahl möchte ich für unentschlossene und interessierte Wähler noch ein paar Statements zu einzelnen Parteien abgeben.

CDU: Wenn ich an die CDU denke, fällt mir immer wieder auf, wie man erstaunlicherweise auch mit Inkompetenz in der Politik ganz schön weit kommen kann. Sowohl in Diskussionsrunden im Fernsehen, in allgemeinen Aussagen, die über die Presse gehen, wie auch neulich an einem Wahlwerbestand jener Partei frag ich mich des öfteren: Meinen die das ernst, was sie sagen oder sind die seit ihrer Gründung eine Art "Die Partei", die mit abstrus lächerlichen Aussagen und Forderungen die Polit-Landschaft etwas unterhalten möchte.

zum Beispiel propagieren sie die "saubere und billige" Atomkraft. Ungeachtet dessen, dass durch den Urananbau in Hochwassergebieten immer wieder tonnenweise radioaktiver Schlamm in die Umwelt geschwemmt wird, die Einwohner das Abbaugebieten, sowie die Abbauarbeiter dort an Krebs erkranken (was für mich fahrlässige Tötung ist - ähnlich wie die Erkenntnis, dass Kinder in Deutschland in der Nähe eines Atomkraftwerks häufiger an Leukämie erkranken). Einer Energie, für welche die Gesellschaft noch mehr als tausend Jahre(!!) für die Kosten der Lagerstätten, der Abbau der Kraftwerke, sowie dem Bau eines Forschungsreaktor aufkommen muss oder musste. Eine neue Studie hat diese Kosten mal berechnet.

Weiter geht es damit, das die CDU Krieg als politisch legitimes Mittel ansieht und dies unter dem Deckmantel einer "Verpflichtung" z.B. "der Afghanen gegenüber". Ich habe vorgestern einen Vortrag von einem Menschen einer Hilfsorganisation angehört, der 2 Jahre versucht hat, dort zu arbeiten. Seine Grundaussagen waren: Den Leuten dort geht es schlechter als vor dem Krieg (ja, auch den Frauen), die Militärs bewegen sich nur in ihren Camp und verlassen diese mit gepanzerten, teuren Autos. Daneben der Afghane mit einem Esel und Karren. Von Solidarität und "Volksnähe" keine Spur - es gibt dort 2 Welten. Der Hass der Bevölkerung auf die, als Besatzer wahrgenommenen Militärs, wächst. Die Taliban bekommen wieder zulauf, drohen nun gar mit Anschlägen in Deutschland. Schäuble kümmert das nicht wirklich, wo er sich doch sonst die "Sicherheit" groß auf die Fahne schreibt.

Die Arbeitnehmerrechte sollen weiter eingeschränkt und die Menschen in Prekarisierung gedrängt werden. "Hauptsache Arbeit" ist das Motto. Die Einsicht, dass es nicht genügend Arbeit gibt und somit eine andere Strukturierung notwendig ist, dem verschließt sich die CDU konsequent.

Das Schulsystem soll bleiben wie es ist. Nach dem Bild der CDU gibt es nur gute, mittelgute und schlechte Schüler. Ein Konzept einer Gesamtschule, das es auch möglich macht, "gut in Mathe und Chemie", jedoch "schlecht in Französisch und Deutsch" zu sein, dies liegt der CDU fern und wird als "Gleichmacherei" verschrien (unpassender kann man diesen Kampfbegriff hier gar nicht einsetzen, denn genau in der Gesamtschule geht man auf die individuellen Schwächen durch verschiedene A und B Kurse erst richtig ein). Von Demokratisierung der Schulen sowie des Bildungssystems hat die CDU auch noch nie etwas gehört. Sie lieben halt die gute alte Hierarchie nach dem "Herrscher/Untertanen" Prinzip.

Ihre Inkompetenzen in Sachen Medien, Internet etc. denke ich, bedarf es keiner weiteren Ausführung. Ich sag nur Schäuble feat. Von der Leyen in einem Überwachungs- und Zensur-Duett.

CDU ist schon alleine unter den genannten Aspekten für mich unwählbar; da muss man schon ziemlich verbissen und naiv sein, bei dieser Partei sein Kreuz zu setzen oder man wählt, was die Familie schon immer gewählt hat - traurig

SPD: Seit der Agenda 2010 ist die SPD wirtschaftspolitisch auf den Zug der CDU aufgesprungen. Den Mindestlohn finden sie erst Aufgrund des massiven Stimmenverlustes "linker" Wähler und dem Druck der Basis wieder erstrebenswert. Den Kündigungsschutz hat sie als treuer Partner der CDU auch mit gelockert. Blamabel. Auch in der Kriegspolitik hat die SPD ein "copy & paste" der CDU betrieben. Einziges, was die SPD anders macht: Sie drücken ihre Haltung so aus, dass man als unpolitischer Mensch denkt, die SPD stünde für Frieden. Schröder hat dies beim Irakkrieg recht "nett" vollführt. Auch wenn die SPD in Sachen Bildungspolitik ganz gute Ansätze hat, für mich unwählbar.

FDP: Unsere Marktradikalen, die sich dafür einsetzen, den Markt so frei als nur möglich zu gestalten. Erwähnen müsse man, es geht hier im die Freiheit der Arbeitgeber und Aktionäre. Der Arbeitnehmer bekommt durch Zeitarbeit und gelockerten Kündigungsschutz keine Sicherheiten mehr, seine Arbeit langfristig sicher zu halten. Dies führt dazu, dass große Investitionen aus bleiben - z.b. ein Haus auf Kredit bauen. Dies Schwächt den Binnenmarkt, senkt die Reallöhne und verarmt das Land und die Menschen. Banken, die einst dazu da waren, Geld zu verleihen und Zinsen zu verlangen, spekulieren heute mit unsicheren Kreditbriefen auf dem Weltmarkt. Regulierung an dieser Stelle lehnt die FDP ab. Diese 2 Aspekte reichen mir schon aus, im diese Partei als gefährlich für die Gesellschaft und somit für mich unwählbar zu deklarieren.

Bündnis 90/Die Grünen: Energiepolitisch finde ich die Ideen doch sehr zukunftsorientiert und vernünftig (das Geld statt in die Atomindustrie in erneuerbare Energien und Kleinkraftwerke stecken). Auch wenn es vereinzelt Stadträte und Landesregierungen gibt, die in die Kritik geraten sind, weil sie einem Kohlekraftwerk XY zugestimmt haben, ich denke, auf Bundesebene ist die Energiepolitik tragbar. Auch in Sachen Bildung komme ich mit den Grünen ganz gut zurecht (Studiengebühren abschaffen, DualPlus Ausbildungsplatzförderung, Gesamtschulenkonzept etc). Auch die Aspekte Integrationspolitik sowie Aktivitäten gegen Rassismus sind schöne Details der Grünen. In Sachen Datenschutz und Netzpolitik kann ich mich auch mit den Grünen identifizieren.  Wo ich meine größten Probleme mit den Grünen haben, ist die Kriegspolitik, die mit dem Namen "Zivil-Militärische-Zusammenarbeit" betitelt wird. Im Grunde bedeutet dies im Ausland: Die Bundeswehr geht zusammen mit zivilen Organisationen in ein Land, nutzt die selben Strukturen (Camps, Mensa, etc). Es wird zusammen geplant und dann halb-parallel ausgeführt. Kritisch sind an dieser Haltung 2 Dinge: Zum einen wollen Hilfsorganisationen in der Regel nicht mit Militär zusammenarbeiten, da sie somit dem Militär ein besseres Image verschaffen und indirekt den Krieg fördern. Zum anderen, und das hat sich in Afghanistan gezeigt: Besatzungstruppen werden als eine Einheit wahrgenommen. Ein plakatives Beispiel: Wenn der deutsche Bundeswehrsoldat 3 Tage vorher deinen Nachbarn erschossen hat, kommt heute ein deutscher Caritas Helfer und frägt, ob man behilflich sein kann. Dies ist in der Praxis ein gescheitertes Konzept. Hierzu ein guter Bericht: Zivile Helfer in Afghanistan - "Die Taliban betrachten uns als ihre Feinde" Dies hat auch faktisch dazu geführt, dass zivile Organisationen das Land verlassen haben. Diesbezüglich kann ich nur sagen "Mit Krieg sind keine Herzen und auch kein Friede zu gewinnen". Da die Grünen diese Kriegsstrategie jedoch gerade sehr populär machen, ist sie für mich im Moment leider auch unwählbar. Hinzu kommt, dass ich noch eine geringe Gefahr sehe, das die Grünen Schwarz-Gelb-Grün möglich machen könnten. Die Grünen empfand ich schon immer als etwas launisch, was Koalitionsaussagen betrifft.

Die Linke: Bemerkenswert finde ich die konsequente Friedenspolitik (die gleichzeitig noch wirtschaftlich viel Geld einspart) und den Kampf für die Arbeiterrechte. Sie sagen konsequent: Mit Krieg ist nichts zu gewinnen. Sie haben den Mindestlohn wieder auf die Tagesordnungen des Bundestags gebracht und setzen sich für ein stärkeres Arbeitnehmerrecht ein. Bildungspolitisch kann ich nur voll zustimmen (Gesamt- und Ganztagesschulen, kostenloses Mittagessen, Studiengebühren abschaffen etc.) Interessant finde ich, dass die Experten und Sprecher im Bundestag dieser Partei große Kompetenzen in neuen Medien wie dem Internet haben. Oft dachte ich "was der Bundestagsabgeordnete gerade gesagt hat, hätte auch vom AK-Vorrat kommen können". Energiepolitisch denke ich, hängt die Linke sich thematisch recht gut an die Grünen an, wenn leider oft auch nicht so konsequent. Dies merkt man z.B. wenn es um Arbeitnehmer (z.B. Arbeitsplätze) und Umweltinteressen geht. Die Grünen fühlen sich zuerst der Umwelt verpflichtet, die Linke zuerst den Arbeitnehmern. (Beispiel: Kohle weiter fördern: somit CO2 Problematik, Kohleabbau begrenzen oder stoppen: Arbeitsplätze gehen verloren). Probleme kann ich bei dieser Partei im Moment eigentlich nur personelle finden, wobei ich zugeben muss, selbst nie welche entdeckt zu haben. Vielleicht bin ich hier gedanklich auch nur auf einen Mainstream-Kurs "die ganzen SED-Kader" aufgesprungen. Gedanken darüber muss ich mir aber auch erst in 4 Jahren machen. Die Linke wird sich am Sonntag sicherlich nur einen Oppositionsplatz erkämpfen können und wollen. Eine Koalition mit der SPD würde die Linke in den 4 Jahren so unglaubwürdig machen, dass sie damit ihr eigenes Grab schaufeln würde. Vor allem sehe ich auch, wie die Linke von der Seite der Opposition aus sehr gut in der Lage ist, z.B. die SPD dazu zu drängen, ihren Kurs zu ändern. Weiterhin bringt sie kompetente Reden in den Bundestag (es lohnt sich, mal bei youtube ein paar Reden anzuhören) und gibt den außerparlamentarischen Organisationen ein Sprachrohr in den Bundestag (Friedensnetze, Gewerkschaften, Datenschützer, etc.) Unter diesen Umständen und Voraussetzungen finde ich Die Linke zumindest an diesem Sonntag als gute und starke Opposition wählbar.

Die Piratenpartei: Inhaltlich gibt es leider - und das ist das große Problem - nicht all zu viel zu sagen: Freie Software, Datenschutz, Internetrecht, alles TOP. In der letzten Minute sind sie noch mit "Studiengebühren finden wir übrigens auch nicht cool" eingestiegen. Problematisch ist leider, dass die politischen Erfahrung und Kompetenzen fehlt. So wird auch mal ein Interview in der Rechtsextremen Zeitschrift "Junge Freiheit" gegeben, was dann später mit "ops, wusste ich nicht" kommentiert wird. Es fehlt die Abgrenzung zu Personen und Organisationen, die den Grundsätzen der Partei widersprechen. Dies macht mir den Anschein, als habe sie solche Grundsätze noch nicht entwickelt. Wäre man ein relativ unpolitischer Wähler, der sich in vielen anderen Themen nur marode auskennt, könnte man der Piratenpartei gerne ein Kreuz geben, ohne dabei einen großen Fehler zu machen. Die Frage ist, ob 5% realistisch sind und man ggf. seine Stimme in den Papierkorb der Sonstigen schmeißt. Definitiv aber besser als nicht zu wählen. Daher: wählbar.

Wüste Welle Bildungsmagazin: Eichis erste Radiosendung

Am Montag vor 2 Wochen war ich das erste Mal im Bildungsmagazin des freien Radios "Wüste Welle Tübingen/Rottenburg" zu hören. Insgesamt eine gute Erfahrung die ich gerne ausbauen will. Somit werde ich wohl von nun an jede zweite Woche Montag von 17-18Uhr live auf Sendung sein. Die anderen Montage läuft jeweils die Wiederholung der vorherigen Woche.

Ein wenig zum Ablauf:
Ein Teil der Arbeit zur Vorbereitungen der Sendung besteht darin, den Inhalt von Pressemitteilungen und andere Neuigkeiten in einen vorlesefreundlichen Text zu verfassen. D.h. komplizierte Satzverschachtelungen und lange Wörter vermeiden. Die Sätze einfach halten und des öfteren mal einen Punkt machen, z.B.:

Mehr Professorinnen bis 2020 an der Universität Hohenheim

Der neue Gleichstellungsförderplan der Universität Hohenheim führt eine Quotenregelung für Wissenschaftlerinnen ein. Der Anteil von Professorinnen soll bis 2020 auf 20% und langfristig auf 30% steigen. Eine zentrale Maßnahme ist der Einsatz einer Datenbank für exzellente Wissenschaftlerinnen.

Weiterhin besteht eine Aufgabe darin, gesammeltes Material (Interviews, Mitschnitte, etc) für die Sendung zu schneiden und ggf. die Tonhöhen und die Lautstärke zu normalisieren. Bei Materialmangel kann auch mal ein Blick auf die Materialsammlung von freie-radios.net geworfen werden. Dort bieten andere freie Radios Teile ihres Materials an, sowie das eigene kann dort auch angeboten werden.

Veranstaltungshinweise für die Region werden i.d.R. auch recherchiert und sortiert um sie in der Sendung passend präsentieren zu können.

Zum Schluss ist es natürlich die Übung, die es einem ermöglicht, ungehemmt und frei im Radio zu sprechen und der Sendung damit interessant und frisch zu halten.

Seit der letzten Sendung versuchen wir vermehrt auf freie Musik (Open Culture) zu setzen, um die Sendung anschließend komplett ins Netz stellen zu können.

Insgesammt kann ich es nur empfehlen, sich mal das freie Radio in seiner Umgebung anzuschauen, denn es macht unheimlich Spaß und erhöht den eigenen Erfahrungsschatz immens, auch was das Rede vor einem Mikrofon angeht.

linux bash script: brothers netzwork printer status to desktop or terminal

Its just a small script, but you can get the status from the printer display on a terminal or maybe in your desktop bar. I use it with a Brothers HL-5350 DN  in my housing project. Now i have a notification, when its time to refill the paper or stuff like that.
 
You have to configurate the IP, thats all.
Here is it:
#!/bin/bash
# Script download page from Brother-networkprinter interface and cut out and paste the printerstatus

####### CONFIGURATION ####################
# PLEASE SET IP OF PRINTER
IP_PRINTER=192.168.xxx.xxx

#download the main.html of printer and cut out the |status-field| and past it
wget -qO - http://$IP_PRINTER/printer/main.html | awk -F';' 'NR == 224 {split($2, fields, "&"); print fields[1]}'

#checks the wget error; maybe printer off or IP wrong?
if  [[ ${PIPESTATUS[0]} != 0 ]]; then
    echo "printer off?"
    exit 1
fi

At the moment, the script only shows the first word of the printer display, that means:
If there is a "no paper" on the display, it only shows "no". Doesn't matter, but maybe soneone knows "awk" better then me and can send me a patch ;)

Sind Taliban auch Menschen?

Ein schöner Leserbrief aus der Zeit ist mir gerade über den Weg gelaufen. Diesen möchte ich gerne weitergeben:

Spielt es irgendeine Rolle, ob da „nur Taliban“ oder ob auch „unschuldige Zivilisten“ unter den Toten sind? Ist es ein „feiger, hinterhältiger Anschlag“, wenn Taliban eine Autobombe zünden, aber eine „rechtmäßige Aktion“, wenn wehrlose Menschen aus der Luft mit Bomben belegt werden? Darf man Taliban töten, einfach weil sie Taliban sind? Sind das keine Menschen? Einst wurden Juden, Zigeuner, Homosexuelle sozusagen für vogelfrei erklärt. Und jetzt die Taliban?

Ed Dellian, Berlin-Zehlendorf

Gefolgt von einem Ausschnitt aus einem Artikel der Zeit zur aktuellen Debatte des Luftangriffs:

Die Taliban hatten die mit Treibstoff beladenen Laster der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) überfallen und entführt. Die Nato, die hinter der Isaf steht, verhinderte auf ihre Art, dass der Feind die Fahrzeuge nutzen konnte. Im Irak verwenden Terroristen solche Laster als rollende Bomben – vielleicht befürchtete der Nato-Generalstab dies auch für Afghanistan. Doch als die Jets zum Angriff übergingen, da bastelten die Taliban nicht an Sprengsätzen, sie verschenkten das Benzin an die Bevölkerung eines Dorfes.

Solche Angriffe sind verheerend für die Nato. Denn mit jeder Bombe, die Unschuldige trifft, mit jedem dieser grausamen Fehler der westlichen Kriegsmaschinerie laufen mehr Afghanen zu den Taliban über. Die ungewollte Botschaft dieser Tragödie an die Bevölkerung lautet: Ihr zählt nicht viel, für unsere militärischen Erfolge gehen wir über Leichen – eure Leichen.

Werden nicht generell immer mehr Menschen dazu ermutigt, sich auf die Seite der Taliban zu stellen, um sie dann als "böse Feinde" abknallen zu "dürfen"?

Ein kleiner Ausschnitt aus einem Interview auf Tagesschau.de

tagesschau.de: Im Kreuzfeuer der politischen Debatte hier in Berlin steht Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung. Auch bei den Soldaten in Afghanistan?

Meesmann: Nicht generell. Aber auch hier fragen sich viele, auch außerhalb der Afghanistanschutztruppe, ob es klug war, sich wenige Stunden nach dem Angriff darauf festzulegen, dass es auf gar keinen Fall zivile Opfer gegeben hat. Diese frühzeitige Festlegung kritisieren viele Beobachter in Afghanistan. Denn man kann nie ausschließen, dass es zu zivilen Opfern kommt. Man kann das Risiko bestenfalls minimieren.

Auch wenn man Menschenleben nicht aufrechnen kann, stellt sich die Frage, ob die Zustimmung und Unterstützung der Taliban durch Angriffe nicht mehr gestärkt wird und somit der Zulauf größer ist, als die Anzahl der ermorderen Taliban als solche...

Man stelle sich selbst vor, man lebe in Afghanistan und der Nachbar erzählt, wie "die Besatzer (denn als solche werden sie dort Empfunden) dort und dort X Menschen getötet, oder ihnen Y angetan hat". Untermauert werden solche Geschichten dann sicherlich von ein paar wahren Gegebenheiten und ein paar fiktiven Geschichten oder Übertreibungen.
Man vergleiche es einfach mit dem Worten, die Verteidigungsminister Jung an die Öffentlichkeit gewandt hat ("Franz Josef Jung sagte erneut, es seien 56 Taliban gestorben, aber keine Zivilisten") mit folgendem Beitrag:

Was der gute, nach Frieden jauchzende Verteidigungsminister Jung hier in unserem "aufgeklärten, ehrlichen Deutschland" kann, können bösen Taliban gegensätzlich mindestens genauso... Kriegspropaganda verbreiten.

Wann wird dieser Unsinn endlich ein Ende haben? Krieg für eine bessere Welt? Man muss sehr naiv sein....

OptOutDay in Tübingen und anderswo

Wie ich gerade auf OptOutDay am 17.9. - Hanno's blog erfahren habe, findet am 17.9 in vielen Städten eine Aktion zum sogenannte "OptOutDay" statt.

Hierbei handelt es sich um eine Massenabgabe eines ausgefüllten Formulars, wie z.B im Baden-Württemberg "Erklärung gemäß § 34 Meldegesetz des Landes Baden-Württemberg zur Veröffentlichung von Personendaten". Mit diesem Formular nimmt man das Recht in Anspruch, die Weitergabe der eigenen Adresse, des Namens etc. des Einwohnermeldeamt an Firmen oder Parteien zu unterbinden. Dies wird hoffentlich und wahrscheinlich medienwirksam vonstatten gehen.

In Tübingen scheint dies auch geplant zu sein, was natürlich für mich sehr erfreulich ist.

Also, besorgt euch das Formular, füllt es aus, wir sehen uns!

Weitere Infos natürlich unter OptOutDay.de

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