Empfehlen kann ich den Artikel Douglas Hofstadter: Ein Gespräch über Grenzen Künstlicher Intelligenz auf ZEIT ONLINE. Eine nette Einführung in die Grenzen und Fortschritte der Künstlichen Intelligenz.
Ein kurze Stelle, die mir sehr gefallen hat und welche euch den Artikel schmackhaft machen soll, gleich vorweg:
ZEIT Campus: Könnten Sie ein konkretes Beispiel für solch eine Mikrowelt geben?
Hofstadter: Ich spreche von winzigen Analogien und Analogieschlüssen. Zum Beispiel die Frage: Wenn die Buchstabenfolge ABC zu ABD wird, wozu wird dann die Buchstabenfolge PQR? Das ist eine Aufgabe, für die fast jeder erwachsene Mensch die Lösung PQS anbietet. Diese Antwort ist von zahlreichen stillschweigenden und nicht zuletzt ästhetischen Voraussetzungen bedingt. Schließlich böte sich auch PQD als Antwort an, nach dem Prinzip: Der letzte Buchstabe wird durch D ersetzt. Oder auch ABD, nach dem Prinzip: Jede Buchstabenfolge wird durch ABD ersetzt. Meine besten Doktoranden verbringen mehrere Jahre damit, Programme zu schreiben, die solche Probleme bearbeiten können. [....]
ZEIT Campus: Und mit der Lösung solcher Aufgaben haben die besten Programme Probleme?
Hofstadter: Die Frage ist bereits, was es bedeutet, "Probleme mit der Lösung zu haben". Instinktiv würden wir im ersten Fall sicher nicht an PQD als Lösung denken. Andererseits verstehen wir schon, wie man auf diesen Vorschlag kommen kann. Und schlägt uns einer ABD als Lösung vor, denken wir vielleicht, was für ein Schelm, und lachen dann gemeinsam. Aber ein Computerprogramm findet die Lösung ABD einfach nicht lustig. Das ist nur ein winziges Beispiel, das zeigt, wie unermesslich komplex die Leistungen des menschlichen Geistes sind.
Des weiteren wird der Turing-Test erklärt, über das "Ineinander leben" von Menschen philosophiert, die Qualität von kopierten Gehirninhalten erläutert, über die Angst vor Prostatakrebs von Robotern gewitzelt und vielem mehr. Empfehlenswert!


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