try another color:
try another fontsize: 60% 70% 80% 90%
Eichis Weblog
come in and open your mind ;)

Weblogs

Artikelempfehlung: Einführung in die Künstliche Intelligenz

Empfehlen kann ich den Artikel Douglas Hofstadter: Ein Gespräch über Grenzen Künstlicher Intelligenz auf ZEIT ONLINE. Eine nette Einführung in die Grenzen und Fortschritte der Künstlichen Intelligenz.
Ein kurze Stelle, die mir sehr gefallen hat und welche euch den Artikel schmackhaft machen soll, gleich vorweg:

ZEIT Campus: Könnten Sie ein konkretes Beispiel für solch eine Mikrowelt geben?

Hofstadter: Ich spreche von winzigen Analogien und Analogieschlüssen. Zum Beispiel die Frage: Wenn die Buchstabenfolge ABC zu ABD wird, wozu wird dann die Buchstabenfolge PQR? Das ist eine Aufgabe, für die fast jeder erwachsene Mensch die Lösung PQS anbietet. Diese Antwort ist von zahlreichen stillschweigenden und nicht zuletzt ästhetischen Voraussetzungen bedingt. Schließlich böte sich auch PQD als Antwort an, nach dem Prinzip: Der letzte Buchstabe wird durch D ersetzt. Oder auch ABD, nach dem Prinzip: Jede Buchstabenfolge wird durch ABD ersetzt. Meine besten Doktoranden verbringen mehrere Jahre damit, Programme zu schreiben, die solche Probleme bearbeiten können. [....]

ZEIT Campus: Und mit der Lösung solcher Aufgaben haben die besten Programme Probleme?

Hofstadter: Die Frage ist bereits, was es bedeutet, "Probleme mit der Lösung zu haben". Instinktiv würden wir im ersten Fall sicher nicht an PQD als Lösung denken. Andererseits verstehen wir schon, wie man auf diesen Vorschlag kommen kann. Und schlägt uns einer ABD als Lösung vor, denken wir vielleicht, was für ein Schelm, und lachen dann gemeinsam. Aber ein Computerprogramm findet die Lösung ABD einfach nicht lustig. Das ist nur ein winziges Beispiel, das zeigt, wie unermesslich komplex die Leistungen des menschlichen Geistes sind.

Des weiteren wird der Turing-Test erklärt, über das "Ineinander leben" von Menschen philosophiert, die Qualität von kopierten Gehirninhalten erläutert, über die Angst vor Prostatakrebs von Robotern gewitzelt und vielem mehr. Empfehlenswert!

Mein Besuch im Haus der Geschichte Baden-Würtemberg oder: Was auf Goa-Partys noch fehlt

Gestern besuchte ich das Haus der Geschichte Baden-Würtemberg, leider war es mir nicht gestattet in den Ausstellungsräumen zu photographieren.
Alles in Allem war die Ausführung ganz nett, jedoch war der historische Faden etwas schwerer zu verfolgen. Vielmehr war es eine Ausstellung von Gegenständen, chronologisch sortiert, wie man es eben von einem Museum erwartet.
Ohne Vorwissen kann man aus diesem Museumsbesuch wenig Zusammenhänge mit nach Hause nehmen. Somit hatten mich irgendwelche Fahnen von 1840 weniger Interessiert, die Aufrufe und Wahlzettel von 1918 bis 1938 fand ich hingegen sehr interessant.

Sehr erstaunt jedoch war ich über einen Raum, den wir nach Ende der Ausstellungsräume betreten haben. Zuerst hatte ich das Gefühl, wir hätten von hinten eine Theaterbühne betreten.
Jedoch waren wir auf einer sehr witzige Chill-Out-Area für Museumsbesucher gestoßen. So etwas würde man sich nach 3 Stunden tanzen auf jeder Goaparty nur wünschen...

Durchsuchtige Halbkugeln aufgehängt an Ketten mit integriertem Sitzkissen, umkreist von virsuellen Effekten und 5 Sekunden-Ausschnitten aus allerlei Komödien und ähnlichem. Je nach Drehung des Halbkugel-"Schalltrichters" konnte man sich anderen akustischen Phänomenen hingeben...

Googles Chrome Browser mit Wine unter Linux

Hab ich doch glatt mal versuchen müssen, den neuen, freien unfreie Google Browser "Crome" unter Linux zu testen.

Verwunderlicherweise lief der Browser nach einfacher Installation out-of-the-box mit der Wine-Version 1.1.3, default config.

Sieht recht schlicht und edel aus und startet sehr schnell.
Jedoch das browsern, eine wesentlicher Funktion des Browsers, funktioniert unter Wine noch nicht.

Dem werde ich ggf. zu einem späteren Zeitpunkt weiter nachgehen.
......
....
....
..
*UPDATE*
Um auch surfen zu konnen brauch ihr noch winetricks (der script läd nur fehlende Dateien in den .wine Ordner)

wget www.kegel.com/wine/winetricks

ladet euch damit die erforderlichen dlls und sonstiges

sh ./winetricks riched20 riched30

und startet Google Chrome dann wie folgt:

wine "$HOME/.wine/drive_c/windows/profiles/$USER/LocalSettings/Application Data/Google/Chrome/Application/chrome.exe" --new-http --in-process-plugins

Viel Spass, beim testen! Vom täglichen Gebrauch würde ich aber aus Datenschutzgründen abraten!

(Quelle: winehq.org)

Verkehrsverbundsrabattkarte "Naldo Card" anscheinend keine Datensammlung des Unternehmens

Zu Anfang war ich mir extrem unsicher, was die Preisrabattkarte "Naldo Card" meines lokalen Verkehrsunternehmens "Naldo" im Bezug auf die z.B. von Payback bekannten Datensammlungswut von Rabattkarten angeht.
Diese Karte, auf welche sich einen Geldbetrag aufladen lässt, ermöglicht es Kunden, Einzelfahrscheine für Erwachsene mit etwa 10% Rabatt zu erwerben. Die Kosten für diese Karte belaufen sich lediglich auf 2 Euro.

Es standen keinerlei Datenschutzinformationen auf der Internetpräsenz zu diesem Thema bereit.

Um der Sache ein wenig nachzugehen, wendete ich mich an den Naldo-Support per E-Mail.
Meine Frage, welche Daten der Chip der Karte beinhaltete, wurde mir der aufgeladene Betrag und - so waren auch meine Befürchtungen - eine - wahrscheinlich eindeutigen - Kartennummer genannt.
Diese Kartennummer wurde direkt im nächsten Satz damit begründet, dass man bei "Defekten" somit "i.d.R. trotzdem" den Geldbetrag zurückerstatten kann.

Verwunderlich ist aber, wie es möglich sein soll, dass der Geldbetrag sich nicht mehr auslesen lässt, die Kartennummer jedoch schon. Es handelt sich hierbei um einen einzigen Chip, ohne zusätzlichen Magnetstreifen. Ggf. ist die Kartennummer an einer "sicheren Stelle" fix gespeichert, der Geldbetrag in einem weniger sicheren Speicher. Dies zu bewerten übersteigt im Moment mein Wissen über solche Kartenchips.

Potentiel bestünde jedoch mit dieser Kartennummer die Möglichkeit, Bewegungsprofile für analytische Zwecke zu gebrauchen.
Die Motivation hinter dieser Karte sei, so der Mitarbeiter, die Einsparung durch das bargeldlos Zahlen, welche das Unternehmen somit an den Kunden weitergeben möchte.

Stutzig macht mich hierbei jedoch die Gegebenheit, dass ich diese Karte schon viele Monate nutze, ohne jemals bargeldlos bezahlt zu haben, eben aus jener Angst vor Datenmissbrauch.
Interessant ist nämlich, dass man die Naldo Card , sofern man eine Fahrkarte am Automaten kauft, jediglich zum Vorzeigen benötigt und den Automaten somit trotzdem mit Scheinen und Münzen füttern kann (die Karte muss hier zu keiner Zeit technische benutzt werden). Somit entfällt die Einsparung des Unternehmens. Im Bus ist die Naldo Karte jedoch nur mit Bezahlung per Chipkarte gültig, es ist aber dennoch möglich, die Karte für den Bus auch am Automaten zu erwerben.

Da das Bezahlen mit der Karte im Bus des öfteren Probleme mit dem Lesegerät bereitet, denke ich mir, dass das Bezahlen mit der Karte am Automaten mit dem Chip zuviele technische Probleme bereitet hat.

Noch offene Fragen habe ich jetzt in einer Antwort-E-Mail an den Angestellten formuliert. Ich bin gespannt, auf die Antworten.

China-Bashing

Habe hier einen interessanten Artikel in der Telepolis über das momentan praktizierte "China-Bashing" gefunden. Zu empfehlen!

Jeder kennt jeden um 6 Ecken; Oder: wie Microsoft mit den Userdaten umgeht

Gerade las ich auf Spiegel einen langweiligen Revolverblattknüllerbericht, der davon handelt, das angeblich jeder Mensch jeden Menschen über 6,6 Ecken kennen würde.
Als Quelle für die Auswertung des Experimentes wird ganz neutral von irgendeinem Instant Messanger geredet.

Erst auf einer verlinkten Seite im Artikel wurde klar, woher die Daten für diese Studie kamen: Es wurden riesige Social-Netzwerkdiagramme mithilfe des Benutzerverhaltens des Microsoft Messangers erstellt:

The dataset contains summary properties of 30 billion conversations among 240 million people. From the data, we construct a communication graph with 180 million nodes and 1.3 billion undirected edges, creating the largest social network constructed and analyzed to date.

Dies zeigt einen realen Fall, wie persönliche Daten dazu ge- bzw. missbraucht werden, ohne das der Benutzer davon etwas mitbekommt.
Aber zum Glück haben die ganzen MSN Benutzer dies ja bewusst durch das akzeptieren der AGBs des MSN Messanger entschieden ;)

Openstreetmap in der österreichischen Zeitschrift "e-media"

Die letzten Tage erschien ein Artikel über Openstreetmap in der in Österreich weit verbreiteten Computer-Zeitschrift "e-media", welche mich gebeten hatte, auch ein wenig Senf hinzuzugeben.

Das Ergebnis könnt ihr hier betrachten (dank der Erlaubnis der Autorin):

Inhalt abgleichen